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Was Sie schon immer über Sülz wissen wollten …

Das Hochlandrind Trulli gibt es auf der neuen INsülz & klettenberg

20. November 2014, posted by kluelz at 12:44:06 pm | No Comments

Das Hochlandrind Trulli aus dem Lindenthaler Tierpark, fotografiert von Felix Mayr, blickt uns auf dem Cover der neuen 68-Seiten starken INsülz & klettenberg entgegen, die am 26. November erscheint:

Cover Winterausgabe INsülz & klettenberg

Und mir bereitet das ja sogleich tierisch gute Laune.

Neben dem Lindenthaler Tierpark berichtet die neue INsülz & klettenberg u.a. auch die Uniklinik mit besonderer Berücksichtigung des neuen Max-Planck-Instituts für Altersforchung, über die Jugendwerkstatt Klettenberg in der Rhöndorfer Straße sowie das Internationale Caritas-Zentrum, welches in die Räumlichkeiten unter St. Karl Borromäus eingezogen ist.

Neue Ladenlokale und Bistros werden vorgestellt sowie der Coaching Raum Köln und das sogleich mit einer Redaktionssitzung der INsülz & klettenberg, das neue Stück des CASAMAX Theaters wird vorgestellt. Buchtipps gibt es diesmal von der Mayerschen und Dorothee Mennicken berichtet von den Möglichkeiten mit Audio-Slide-Shows, mit denen suelz-koeln.de auf Grund eines Tipps von Dorothee auch schon gearbeitet hat.

Und kennen Sie eigentlich die Hausmeister unserer Grundschulen? Nein, das wird sich mit der neuen INsülz & klettenberg ändern. Passend dazu wieder ein wunderbare Wimmelbildchen vom Schulhof von Agnete Sabbagh.

Aber ich will Ihnen nicht bereits sämtliche Themen verraten. Schauen Sie sich ab dem 26. November an den üblichen Stellen um nach Trulli. Es lohnt sich wieder mal.

9. Jahreshaupt- und 14. Mitgliederversammlung der ISK

18. November 2014, posted by kluelz at 11:30:07 pm | No Comments

Heute Abend war mal wieder Haupt- und Mitgliederversammlung der ISK, diesmal um 19:30 Uhr im XII Apostel, bei der suelz-koeln.de wieder mal, gleichwohl weiterhin nicht Mitglied, teilnehmen durfte. Im Gegensatz zum letzten Jahr soll diesmal nur kurz berichtet werden, dass Murat Dal, XII Apostel, in den Vorstand als Beisitzer gewählt wurde und die ISK damit nun ein 7. Vorstandsmitglied hat. Bei der Kassenprüfung wird künftig Margarete Rademacher, Kleips, statt Brigitte Decker, Viva, nebst weiterhin Lutz Größel, Naturata, aktiv sein.

Die Webseite der Interessengemeinschaft Sülz-Klettenberg (ISK) wird vom stellvertretenden Vorstand Jaap Westermann, Rheingold Immobilien gepflegt.

Für solche, die sich mit der ISK bisher wenig vertraut machten, empfehle ich als Einstieg die Partnerseite auf suelz-koeln.de: Partnerseite ISK.

Es geht weiter im Rosengarten

18. November 2014, posted by Klaus Hartzheim at 6:33:05 am | No Comments

Die Stadt Köln hatte bereits vor längerer Zeit zugesagt, die Beete im Rosengarten, die in einem schlechten oder unvollständigen Zustand waren, zu sanieren. Die Teile der Anlage, bei denen die Rosen im vergangenen Jahr entfernt wurden, sollten wieder mit frischen Pflanzen versehen werden.

Am 17.11.2014 fand eine Begehung des Rosengartens statt. Teilnehmer waren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Rosengartens, unsere unermüdliche fachliche Unterstützung, Frau Hammes sowie seitens der Stadt Köln zwei Mitarbeiter, Herr Becker und Herr Zander:

Herr Zander, Beate Hammes, Klaus Hartzheim, Jutta Welker-Mindl, Winfried Kramer, Christine Kramer, Theo Stoffele

Die Mitarbeiter der Stadt kündigten an, dass in der nächsten Zeit auf acht Beeten, die derzeit nicht mit Rosen bepflanzt sind, der Boden ausgetauscht würde. Ursprünglich war geplant gewesen, durch Bodenverbesserung mit Gründüngung die Grundlagen für eine neue Bepflanzung mit Rosen zu legen. Eine Bodenanalyse habe jedoch ergeben, dass die betroffenen Böden in erheblichen Maße mit Schwermetallen belastetet seien und der PH-Wert eine Neubepflanzung unmöglich machte.

Es wird deshalb ein Bodenaustausch notwendig. Danach werden neue Rosen gepflanzt. Die hierzu notwendigen ca. 870 Pflanzen werden (vermutlich) noch in diesem Jahr gepflanzt.

Der Boden wird durch Mitarbeiter der Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH durchgeführt werden. Die neuen Rosen werden von Fachleuten gesetzt.

Ausdrücklich bedankte sich die Stadt Köln bei den Helferinnen und Helfern des Rosengarten-Teams.

Bevor sich diese jedoch für den Winter von ihrem Projekt verabschieden können, ist noch der Herbstschnitt der vorhandenen Rosen durchzuführen. Danach können der Rosengarten und die Pflegemannschaft den Winter genießen.

Im Frühjahr geht’s wieder los. Wer Zeit und Lust hat, sich regelmäßig draußen zu betätigen, wird dann herzlich willkommen sein.

Wir werden berichten.

Klaus Hartzheim

Alle Register gezogen

17. November 2014, posted by kluelz at 3:38:11 pm | No Comments

Mit O wie Omapa hat Ragna Kirck alle Register gezogen. Das Stück über Demenz (ab 6 Jahren) beginnt bereits im Hof vor dem CASAMAX Theater oder zumindest doch am Geländer, denn die kleinen Zuschauer werden angehalten bereits vor der Vorstellung kleine Haftnotizen mit den Bezeichnungen der sie umgebenden Gegenstände zu beschriften und die Gegenstände damit zu kennzeichnen.

Wer immer sich, ggf. veranlasst durch an Demenz Erkrankte in der eigenen Familie, mit dem Thema detaillierter beschäftigte, kann feststellen, dass Ragna Kirck bestens recherchierte. Sie spickt das Stück allerdings auch mit Parallelen zwischen Kindern und alten Menschen und so schlüpfen die beiden Schauspieler stets überzeugend ungeachtet ihres Geschlechtes in verschiedene Rollen alter Menschen, sondern spielen auch Kinder, stets unterbrochen durch ebenso bespielte Umbaupausen, in denen die Kinder also auch noch was über Schauspielerei lernen können. “Was hast Du denn für ein Gesicht gezogen?” “Das war die Rolle.”

Insgesamt acht Geschichten spielen Till Klein und Hille Marks unter Ragnas Regie, die das auch alles konzipierte und die Texte schrieb.

Olivia mit Oma Wunderlich, Foto: Monika Nonnenmacher


Olli mit OmaOma, Foto: Monika Nonnenmacher


Oskar mit Dame mit Hut, Foto: Monika Nonnenmacher

In den Geschichten geht es z.B. um Olgas Opa, der sie plötzlich Esther nennt, gleichwohl doch Olgas Mutter so heißt und die Nachbarn hält er für Räuber. Die alte Nachbarin von Ole hingegen will Ole immer wieder dieselben Geschichten vorlesen, weil sie meint, dass sie diese noch nie vorgelesen habe. Olivias Oma, die sie Oma Wunderlich nennt, lebt in vergangenen Zeiten und weiß immer nicht, dass Olivia bereits in die zweite Klasse geht. Olli lädt seine Schwester Oktavia bei OmaOma ab, damit diese statt seiner auf seine Schwester aufpasst, gleichwohl die Eltern meinen, dass OmaOma neuerdings seltsam im Kopf sei. Am Ende sitzt OmaOma mit wirrem Blick vorm Haus und von Okki gibt es keine Spur.

Die Bushaltestelle, an denen aus entsprechenden Heimen ausgebüxste Demenz Erkrankte oftmals wieder aufgefunden werden und die als Scheinbushaltestellen deshalb auf den Heimgelände aufgebaut werden, ist auch dabei und bilden den Rahmen für die einzelnen Geschichten. Die alte Frau mit Hut sitzt jeden Tag an der Bushaltestelle und antwortet auf ein “Guten Tag” immer nur “Jaja”. Am Ende liegt an der Haltestelle nur noch der Hut.

Ragna Kirck ist Regisseurin, Kulturmanagerin, Dozentin für Regie, Dramaturgin, Autorin und Coach und wurde als Regisseurin bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

O wie Omapa
CASAMAX Theater, Berrenrather Str. 177

Premiere 6. November 2014
Konzept / Text / Regie: Ragna Kirck // Spiel: Till Klein, Hille Marks // Bühne/Kostüm: Sabine Kreiter // Musik: Klaus Jacobs // Dramaturgie: Judith Ouwens // Produktionsleitung: Thomas Peters // Theaterpädagogik/Kulturvermittlung: Maren Irina Lutz // Technik: Marco ten Wolde // Graphik + Layout: Sabine Brand // Fotos: Monika Nonnenmacher // DVD: Marc Sinzenich

Hille Marks, Ragna Kirck, Till Klein nach der Premiere

Weitere Vorstellungen:

  • 2014: So, 30.11., 15 Uhr, Mo., 1.12., 10:30 Uhr, So., 14.12., 15 Uhr, Mo., 15.12., 10:30 Uhr, Di., 16.12., 10:30 Uhr
  • 2015: Fr., 16.1., 10:30 Uhr, Sa., 17.1., 16 Uhr, So., 1.2., 15 Uhr, Mo., 2.2., 10:30 Uhr

Mo., Di. + Fr. nur mit Vorbestellung

Berrenrather Straße: Parkhaus statt Kirche?

17. November 2014, posted by kluelz at 9:21:08 am | No Comments

“Sie kennen sich aus hier in Sülz und wissen wieviele Funktionen die Berrenrather Straße zu erfüllen hat”, meinte unsere Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Ferker in ihrer Begrüßung zur Bürgerwerkstatt zur Umgestaltung der Berrenrather Straße zwischen Universitätsstraße und Gürtel am 30. Oktober in der Aula des Schillergymnasiums zu den recht zahlreich Erschienenen – imho sowohl Anwohner, als auch Geschäftsleute und Hauseigentümer sowie Leute aus dem Veedel, welche die Berrenrather Straße als Einkaufsstraße gern verwenden.

Peter Gwiasda, Angela Stolte-Neumann, Helga Blömer-Frerker

“Es gibt hier vier Schulen, drei Kitas, auch Kirche und ganz viel Einzelhandel und Dienstleistung”, setzte Angela Stolte-Neumann, Leiterin der Planungsabteilung im Amt für Straßen und Verkehrstechnik nach sowie, dass hier neben Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit nötig ist und “auf jeden Fall soll die Berrenrather Straße eine florierende Geschäftsstraße bleiben”. 28 % Fußgänger gebe es auf der Berrenrather Straße, 22 % fahren mit dem Fahrrad. “Anlass für die Umgestaltung ist der sehr schlechte Straßenzustand, der eine Grundsanierung erforderlich macht”, so Frau Stolte-Neumann weiter. Das sei auf Grund des Alters – fast 100 Jahre – auch nachvollziehbar. Auch die Gehwege seien in einem schlechten Zustand und zu eng und werden durch Straßenschilder zugestellt sowie Autos und Fahrräder zugeparkt. Auch eine Fahrradinfrastruktur sei nicht vorhanden.

Das alles soll in zwei Abendveranstaltungen mit uns Bürgern diskutiert werden — die zweite findet voraussichtlich nach Karneval im Februar/März statt, in der dann auch Planungsalternativen vorgestellt werden — sowie in der Bezirksvertretung beschlossen werden, wobei unsere Anregungen soweit möglich in den Planungsprozess einbezogen werden sollen. Auf unseren Sitzplätzen lag zudem eine Infobroschüre parat, mit Infos, dass die Kosten nach § 8 Absatz 1 Satz 2 KAG NRW zu einem bestimmten Prozentsatz von den Anliegern respektive den Eigentümern zu tragen sind. Vom Weyertal bis zum Gürtel fallen hierbei höhere Anteile – 60 bis 70 %, nochmal differenziert nach Beleuchtung, Gehwege, Straße und Parkplätze — an, da es sich hier um eine Hauptgeschäftsstraße handele, als von der Universitätsstraße bis zum Weyertal.

Peter Gwiasda

Der nur so vor Kompetenz in Verkehrsangelegenheiten strotzende Peter Gwiasda vom Planungsbüro VIA eG, die eine Grundsatzlösung erarbeiten sollen und hierbei zunächst einmal mit allen Betroffenen zu sprechen pflegen, referierte sodann über die Ansprüche und Nutzungskonflikte sowie über die Arbeiten im Vorfeld, die bereits nach den Sommerferien begonnen haben. Sämtliche Ansprüche sind auf der Berrenrather Straße zu bemerken. Diese sind:

  • Radverkehr, derzeit ca. 4.700 Fahrten/Tag
  • Parken
  • ÖPNV
  • Liefern, Laden
  • Aufenthalt (z.B. Außengastronomie)
  • Straßengrün (z.B. Alleebäume)
  • Fußgängerverkehr
  • KFZ-Verkehr, derzeit ca. 10.000 KFZ/Tag

Beim KFZ-Verkehr gibt es derzeit durchschnittlich 10.000 KFZ pro Tag und das asymmetrisch. In Richtung Innenstadt mehr mit einer ausgeprägten Morgenspitze als auswärts. Eine solche Morgenspitze erkläre sich zumeist durch einen Hol- und Bringverkehr. Insgesamt macht der KFZ-Verkehr 49 % des Verkehrs aus, der Rest ist dann Fußgänger- und Radverkehr.

Im betroffenen Abschnitt gibt es nicht überall, aber weitestgehend eine Tempo 30 Beschränkung, die im Wesentlichen von 85 % aller Autofahrer auch nicht überschritten werde. Lediglich nachts werde auch schon mal mit bis zu 60 KM/h gefahren.

Die Hälfte der Parkplätze sind bewirtschaftet. Offiziell sind das 200 Parkplätze, daneben gibt es informelle Parkplätze – keine eigentlichen Parkplätze, aber man kriegt dort keine Knöllchen. Besondere Überlastungen gibt es hier morgens, abends und nachts, weil hier eben auch die Anwohner parken. Tagsüber werden um die 60 bis 70 Stellplätze von Kurzzeitparkern bis zu 2-3 Stunden belegt und das sind also die Kunden.

Mit 4.700 Radfahrten pro Tag ist die Berrenrather Straße die vom Radverkehr bei weitem am meisten genutzte Straße und bildet eigentlich die zentrale Achse im Gegensatz zur Luxemburger und Zülpicher Straße mit jeweils lediglich um die 2.000 Radfahrten. Die Berrenrather Straße ist auch im Radverkehrskonzept enthalten, in dem für den Radverkehr Schutzstreifen auf der Straße vorgeschlagen werden. Hier ist für den Radverkehr auch eine zunehmende Bedeutung vorhanden, da sie künftig mehr mit dem Campus vernetzt werden soll. Bei den Abstellplätzen gibt es für die Radfahrer ebenfalls 200 Stellplätze, die allerdings noch stärker überlastet sind als die KFZ-Stellplätze.

Es gibt eine Unfallbelastung auf der Berrenrather Straße bis zu um die 100 Unfälle pro Jahr. Die meisten sind keine schweren Unfälle. 18 % mit leicht Verletzten, 2 % mit schwer Verletzten und das sind zu 2/3 Fußgänger und Radfahrer. Die Autofahrer sind bei den geringen Geschwindigkeiten hingegen recht gut geschützt in ihren Gehäusen. Die Unfallschwerpunkte liegen an den Knotenpunkten Universitätsstraße, Sülzburgstraße und Gürtel. Aber auch dazwischen passiert noch einiges, so z.B. Berrenrather Str./Gerolsteiner Str., aber auch auf der weiteren Strecke. Das sind allerdings ganz viele Spiegel, die abgefahren werden mit insgesamt 15 % Fahrerfluchtfälle und das zumeist bei den Spiegelunfällen. Insgesamt wird die Berrenrather Straße dennoch als auffällig hinsichtlich der Unfallquote gelistet.

Was kann man nun eigentlich machen entlang der Berrenrather Straße? Der Status quo ist eine 11 Meter breite Fahrbahn auf einer Breite von insgesamt 19 Metern und also eine sehr starke optische Dominanz der Fahrbahn, was für eine Aufenthaltsqualität nicht sehr förderlich ist. Es war halt früher so, dass eine Straße von der Fahrbahn, als dem Verkehr der Zukunft, geplant wurde. Heute hingegen wird eine Straße von den Rändern her geplant und die Ansprüche des Fußverkehrs bestimmen die weiteren Überlegungen. Die Idealmaße sind hierbei 30/40/30, also eine Straße sollte möglichst nicht mehr als 40 % Fahrbahnfläche haben, während wir heute 15/60/15 haben.

Die Seitenfunktion ist Multifunktion. Da haben wir den Gehweg, aber da haben wir auch das Parken, da haben wir auch das Grün, da haben wir auch das Fahrradparken drin. Und Fahrbahn, da haben wir den Autoverkehr, den Radverkehr und ÖPNV. Und bezüglich der Grenze zwischen Fahrbahn und Seitenraum legen wir uns fest auf die nächsten 50 Jahre. Flexibler kann man bei der Planung des Seitenraumes sein, weil das eben Multifunktion ist.

Mindestbreite für einen Gehweg ist 2,50 Meter, doch bei Geschäftsstraßen fängt man eher bei 3 Metern an zu denken. Die Fahrbahn hingegen mit Berufs- und Zulieferverkehr benötigt mindestens 6,50 Meter. Das ist eine Art Zwangsquote, die es zu beachten gilt. Die folgenden vier Ideen hat das Planungsbüro Via eG skizziert:

Vier Beispielquerschnitte für die Berrenrather Straße (Großansicht per Klick)

Bei einer Planung von Schutzstreifen, kann die Fahrbahnbreite zugunsten der Seitenränder beträchtlich schmaler sein, im Gegensatz zu Radfahrstreifen, da die Schutzstreifen vom Autoverkehr ja mitgenutzt werden darf. Ohne Planung von Radfahr- oder Schutzstreifen hingegen könnte man ein Maximum an Parkfläche oder eine linienhafte Querungshilfe in der Mitte der Fahrbahn realisieren. Fahrradwege hingegen sind bei der Breite der Berrenrather Straße überhaupt nicht denkbar, Radfahrstreifen würden dafür sorgen, dass nur noch auf einer Seite der Berrenrather Straße geparkt werden dürfte, um die weiteren Mindestbreiten zu gewährleisten.

Bereits während der an den Vortrag anschließenden Pause echauffierte sich die Eigentümerin eines größeren Eckhauses auf der Berrenrather Straße in Anbetracht der Teilkostenübernahme: Man solle ihr doch erst einmal beweisen, dass eine solche Sanierung notwendig sei. Während der anschließenden 4 Arbeitskreise gab es darüber hinaus Einwände gegen weitere Außengastronomieflächen, da man befürchtete, dass auf Grund des Lärms Mietminderungen anstehen könnten. Darüber hinaus wurde orakelt, dass weitere Außengastronomien Zustände wie im Quartier Latin auf der Zülpicher Straße wachsen lassen könnten. Direkte Anwohner wünschten sich Maßnahmen, sicher auch aus Lärmschutzgründen, dass auch des Nachts die Geschwindigkeitsbegrenzung besser eingehalten wird. Neben den im KStA-Artikel erwähnten Tunnelbohrungen gab es auch unmöglich ernst gemeinte Vorschläge, dass es doch ein Parkhaus statt Kirche geben sollte.

Fakt ist jedenfalls, dass weitere Tiefgaragenplätze für die Anwohner die Parkplatznot auf der Berrenrather Straße in Gänze beheben könnten. Doch für eine Investorensuche sieht man sich bei der Umgestaltung der Berrenrather Straße eher nicht zuständig.

Arbeitsgruppe


Arbeitsgruppe

In den Arbeitsgruppen sollten die Teilnehmer – jeweils betreut von einem Mitarbeiter vom Planungsbüro — die sich keinesfalls aus denselben Interessensgruppen zusammensetzen sollten, neben der Diskussion auch Punkte für die Prioritäten, die sie für die einzelnen Anforderungen setzen vergeben. Jeder Teilnehmer erhielt hierfür 3 Punkte.

  • Radverkehr, 1. Priorität in drei Gruppen, 3. Priorität in einer Gruppe
  • Fußgängerverkehr, 1. Priorität in zwei Gruppen (einmal gleichauf mit Radverkehr, 2. Priorität in zwei Gruppen
  • Straßengrün (z.B. Alleebäume), 3. Priorität in zwei Gruppen, 4. Priorität in einer Gruppe
  • Aufenthalt (z.B. Außengastronomie), 3. Priorität in einer Gruppe, 4. Priorität in drei Gruppen
  • Parken, 2. Priorität in einer Gruppe
  • KFZ-Verkehr, 4. Priorität in einer Gruppe
  • Liefern, Laden
  • ÖPNV

Ganz klar vorn liegen also die Anforderungen für den Rad- und Fußgängerverkehr und sodann Straßengrün und Aufenthaltsqualität. In lediglich einer Gruppe galt das Parken als zweitwichtigtes. Der ÖPNV interessierte fast gar nicht, während Liefern und Laden wenigstens in zwei Gruppen auf Platz 5 landete. Auch für die Beispielquerschnitte konnten Punkte vergeben werden, wobei ganz klar der erste mit Schutzstreifen favorisiert wurde, in einer Gruppe hingegen wurde auch mit dem dritten mit Maximum parken geliebäugelt, wobei die Schrägparkplätze auch als Multifunktionsstreifen interpretiert wurden, die z.T. dann auch für breitere Außengastronomien genutzt werden können. Für die sodann fehlenden Schutzstreifen wurde erwägt, die Geschwindigkeitsbeschränkung gar auf 20 KM/h zu senken.

Zu diesen Leitfragen gab es u.a. folgende Anmerkungen in den Arbeitsgruppen, die stichwortartig notiert und abschließend referiert wurden:

1. Welche Prioritäten bekommen die unterschiedlichen Nutzungsansprüche

Grün und Aufenthalt versus fließender Verkehr, Gegensatz nicht so grundsätzlich, Problem der Unterhaltung, platzsparende Begrünung, lieber Radweg wegen subjektivem Unsicherheitsgefühl, unerträglicher Konflikt des Radverkehrs mit dem Lieferverkehr, lieber Geschwindigkeit angleichen, Schutzstreifen, Fahrbahn optisch enger machen, Übergang zwischen KGS und Sülzburgstraße, wesentlich mehr Studenten, mehr Radverkehr auch wegen neuem Berufskolleg an KHG, auch Fahrradparken berücksichtigen (ggf. Umwidmung von Parkplätzen), Liefern und Laden nicht vergessen, Ladezonen

2. Höhe des KFZ-Verkehrs: Ist eine Reduzierung gewünscht?

Einbahnstraßenlösung, für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen auch zur Steigerung der Wohnqualität, Durchgangsverkehr auf Luxemburger Str. verlagern, Verdrängung problematisch (besser Verlagerung auf andere Verkehrsmittel sowie Knotenpunkt Militärring/Luxemburger endlich optimieren, auch zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs auf der Berrenrather), Berrenrather Str. teilweise asymmetrisch bevorzugt weil einfacher Abbiegen möglich ist, Dauerparker nicht gewollt, Tiefgaragenplätze für Langzeitparker, mehr Parkplätze für Kurzzeitparker, Ausweiten des Konzeptes bis Neuenhöfer Allee, Anbindung bis zum ehemaligen Kinderheimgelände

3. Soll der Straßenraum umverteilt werden? Wie soll die Straße zukünftig aussehen?

Geschwindigkeitsdämpfende Platzlösung im zentralen Bereich an der Nikolauskirche (shared space), Parkschwerpunkte beim Einzelhandel, vor großen Geschäften fehlen Abstellanlagen, Wartehäuschen (Bushaltestelle) verlegen, Fußgängerwege für Familien zu schmal, Außengastronomie nicht vorrangig, mehr Fahrradständer schaffen Ordnung, abgesenkte Borde wegen Reduzierung der Geräuschbelästigung des Lieferverkehrs, Fahrbereich breiter als Variante 1 (keine Mindestmaße), Fußgängerquerungen verbessern

4. Wie sollen die Knotenpunkte zukünftig gestaltet werden?

Minikreisel vermeiden Unfälle, doch schwierig (zu eng) Sülzburgstraße, dto. Weyertal (Tankstelle müsste weg), Schulwegsicherung zu den Gymnasien, bessere Busanbindung, Ampelschaltung Manderscheider Str. zu lang, Querung zwischen Wittekindstr./Nikolausplatz, häufige Querungshilfen, wichtig ist effiziente Abwicklung des Umbaus

Angela Stolte-Neumann bedankte sich am Ende für die qualifizierten Diskussionen in den Arbeitsgruppen.

Weitere Vorschläge können auch per E-Mail an das Amt für Straßen und Verkehrstechnik geschickt werden: strassen-verkehrstechnik@stadt-koeln.de

Auch ins Internet werden in Kürze die verwendeten Powerpointfolien eingestellt. suelz-koeln.de wird informieren.

Schöne Atmosphäre beim zweiten Zinter Määtes Markt in der Ägidiusstraße

16. November 2014, posted by Dorothee at 7:30:58 pm | No Comments

Im Atelierhof Ägidiusstraße 45 war wieder einiges los. Auch beim zweiten Zinter Määtes Markt der Künstlergemeinschaft ließen die Besucher trotz des trüben Wetters nicht auf sich warten. Schon kurz nach Beginn kamen die ersten Interessierten und besuchten die geöffneten Ateliers mit Kunst und Kunsthandwerk. Leckerer Glühwein, Kuchen, ein Kaffeewagen, der zu diesem Anlass Spenden statt fester Preise für die Getränke nahm und ein indischer Stand, der herzhafte Waffeln, Suppe und andere Spezialitäten anbot, trugen ebenfalls zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Ein ganz klarer Hinweis auf Weihnachten waren die Federballengel von Una Sörgel und die schön gekleideten Engelsgestalten von Cathrin Großhans und Anne Pfeiffer …

 
Kleinskulpturen von Ellen Muck und Federballengel von Una Sörgel


 
Stoffengel von Cathrin Großhans und Anna Pfeiffer und Keramik von Elisabeth Fischer

… ebenso wie die individuell gedruckten Weihnachtskarten von Rolli Wülfing. Originell waren die gleich gegenüber ausgestellten Figuren von Ellen Muck. Sie sind aus Metalltuben geformt und auf großen Nägeln befestigt sind, die man irgendwo einschlagen kann. Sei es wie hier in eine Leiter oder auch direkt in die Wand.

 
Weihnachtskarten von Rolli Wülfing und Strahlende Blüten, gesprayt von Charlotte Viereck

Im Vorderhaus traf man auf die Malerin Charlotte Viereck, deren großformatige Bilder von den Wänden des kleinen Ateliers strahlten. Sie sprayt ihr Motive mit Hilfe von Haushaltsgegenständen, etwa Rechen, Siebe oder Wischmops, was ganz besondere Effekte ergibt. Bei Elisabeth Fischer konnte man gemütliche Keramik mit originellen Motiven erwerben. Außerdem gab es Schmuck, Tücher, bedruckte T-Shirts, Schürzen, Mützen, Hausschuhe ebenso wie selbst gemachte Marmelade und Apfelsaft.

Ein vielfältiges Angebot, aber vor allem auch eine schöne Atmosphäre hatte der zweite Zinter Määtes Markt im Veedel zu bieten – lockere Gespräche zwischen Künstlern und Besuchern sowie Livemusik inbegriffen.

 
Schöne Atmosphäre auf dem 2. Zinter Määtes Markt in der Ägidiusstraße 45

Dorothee Mennicken, KLARTEXT

Wer möchte das Stromhaus auf dem Honnefer Platz gestalten?

16. November 2014, posted by kluelz at 1:36:56 pm | No Comments

Da die Außenflächen des Stromhauses auf dem Honnefer Platz immer wieder hässlich besprüht werden, sucht Christine Kramer von “Wir in Sülz-Klettenberg (WISK)” einen Künstler, der das Haus gestalten möchte, in der Hoffnung, dass Sprayer dieses dann in Ruhe lassen. Das ist unseres Erachtens, also nach Ansicht von WISK sowie suelz-koeln.de, fast immer der Fall.

Wer also möchte, der melde sich bitte bei Christine Kramer, christine.kramer@o2online.de.

Hier die gegenwärtigen Ansichten des Stromhauses:

Foto: Christine Kramer


Foto: Christine Kramer


Foto: Christine Kramer

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