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Jango Edwards

15. Mai 2012, | posted by kluelz at 7:19:09 pm | 1 Comment

Als „Der Verrückteste der Verrückten“, kündigte Thomas Schweinsberg Jango Edwards mit seiner Deutschlandpremiere am 11. Mai im Brunosaal an und viele, viele kamen herbeigeeilt und waren überrascht, wie viele sie waren.

Die einen fühlten sich durch Jangos Programm „Classics“ in die 1970er Jahre zurückversetzt, wo sie nach Amsterdam zu „Jango Edwards & Friends Roadshow“ angereist waren, die anderen erlebten ihn erst in den 1980er Jahren während seiner Live-Auftritte in Deutschland oder auch im Fernsehen.

Jango Edwards, eigentlich Stanley Ted Edwards, brachte den Clown von der Zirkusmanege ins Showbusiness. Das war neu und dazu gehörte auch ein neues Konzept, das viele beeinflusste und das er auch in Schulungen weitergibt. Er arbeitet mit Kitsch, Pathetik, Operette, Travestie. Er provoziert, schockiert und verletzt Tabus. Er tut alles, was die Erwachsenen Kindern und auch sich selbst verbieten.

Seine Nummern sind bekannt und vielfach nach YouTube hochgeladen. Jango, nahezu stets seinen „Schwanz“ betonend, lutscht am Mikrofon, beißt auf rohe Eier und spuckt sie von der Bühne runter, bespritzt sich und das Publikum mit Bier, das er lüstern aus den Dosen herausspritzen lässt, er spielt den „Typewriter“ (nach der auch in Deutschland bekannten Musik zur Fernsehserie „Büro, Büro“) mit hüftschwingendem Wagenrücklauf oder eine volltrunkene Doris Day, die „Que sera, sera“ hechelt und dabei ihr Hinterteil zeigt.

Seine sehr proppere Partnerin im Brunosaal, Cristi Garbo, nimmt in schrillen Roben übertriebene Posen ein und ist auch schon mal auf der Suche nach Fans, von denen sie sich mit immer größeren Fächern Luft zufächeln lässt.

Cristi Garbo mit Fan, © VKKBA / Foto: Wolfgang Weimer

Zu seinen Zuschauern gehörten z.B. die Königin zu von Holland, der Bundeskanzler von Deutschland, Salvador Dali, Catherine Deneuve, Federico Fellini sowie das erkennbar spezielle Publikum, das auch aus entfernteren Regionen in den Brunosaal gekommen war. Zu seinen Schülern gehörten Nina Hagen, Spliff, die Schroeder Roadshow, Udo Lindenberg, Vanessa Redgrave, Grace Jones und natürlich die Zuschauer im Brunosaal, die er sich zum Abschluss mit dem Beatles Song „love, love, love“ auf die Bühne holt:

Jango Edwards mit Zuschauern auf der Bühne, © VKKBA / Foto: Wolfgang Weimer

Nach Jango Edwards ist ein Clown der totale Schauspieler, der Gestik, Mimik, Pantomime, Akrobatik und auch Tanz, Musik und Gesang beherrscht und auch ein Meister der Verkleidung ist. Der Narr müsse sich zuerst selbst beobachten und seine eigenen Schwächen kennenlernen, bevor er die Stärken und Schwächen anderer widerspiegeln kann. Komisch seien vor allem die Schwächen der anderen, die man auch selbst hat und einem aber eher unbewusst geblieben sind. Und so lachten fast alle am laufenden Band.

Linktipp: Jango Edwards – Der Anarcho-Clown (Interview)

(Per Klick auf eins der in diesem Beitrag gezeigten Fotos, gelangen Sie in das Sülzer Kulturbildarchiv, in dem Sie im entsprechenden Beitrag insgesamt 38 Fotos vom Abend mit Jango Edwards und Cristi Garbo im Brunosaal aufklicken können.)

Comments

One Response to “Jango Edwards”

  1. Sülzer Kulturbildarchiv » Blog Archiv » Jango Edwards “Classics”
    Mai 15th, 2012 @ 19:20

    […] Lesen Sie dazu auch den Bericht auf suelz-koeln.de: Jango Edwards […]

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