suelz-koeln.de

Was Sie schon immer über Sülz wissen wollten …

Tag des guten Lebens: Etwa 130 Sülzer kamen zum ersten Nachbarschaftstreffen

16. März 2014, | posted by kluelz at 7:42:39 pm | 1 Comment

Richtig viel los war in der Aula des Schiller-Gymnasiums am Samstag. 130 Sülzer und auch einige Nachbarn aus Klettenberg suchten anhand der aufgeklebten Straßenzüge, in denen der Tag zum ersten Mal am 21. September in Sülz stattfinden soll, in etwa die Gegend, in der sie wohnen. Dort sollten sie sich hinsetzen, so hatten es die Veranstalter des ersten Nachbarschaftstreffens, der Arbeitskreis Sülz der Agora Köln, vorgeben. Alle erhielten gleich am Eingang einen Kreppstreifen mit Namen und Straße zum Ankleben.

Erstes Nachbarschaftstreffen zum Tag des guten Lebens im Schillergymnasium

Als gegen 14.30 Uhr alle Platz genommen hatten, begrüßte Davide Brocchi, einer der Initiatoren, alle Anwesenden und erklärte engagiert die Ziele und Beweggründe für den Tag des guten Lebens, der 2014 unter dem Schwerpunktthema Freiraum/Gemeinschaftsraum“ steht. Er bezeichnete ihn als „Experiment für gelebte Demokratie“ und „große Bühne, um Vorstellungen vom gemeinsamen Leben im Stadtteil zu verwirklichen“. Dadurch solle Nachbarschaft gefördert werden „und sich die Vielfalt von Sülz und die innere Vielfalt seiner Bürgerinnen und Bürger ausdrücken“. Brocchi betonte, der Tag sei trotz der gesperrten Straßen nicht gegen Autofahrer gerichtet, sondern der entstehende freie Raum sei für die Entfaltung der Gesellschaft notwendig. Es ginge darum, sich gemeinsam vorzustellen, wie der Stadtteil lebenswerter gestaltet werden kann. Ziel seien neue Allianzen für ein neues Leben in der Stadt, also auch auf das Veedel bezogen, die langfristige Etablierung von gemeinschaftlichen Aktivitäten und Projekten.

Erstes Nachbarschaftstreffen zum Tag des guten Lebens im Schillergymnasium

Nach einem kurzen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Tags des guten Lebens wurde der derzeitige Stand der Dinge dargestellt: Im Dezember beschloss das Netzwerk Agora Köln in Sülz als zweitem Stadtteil nach Ehrenfeld zu starten. Ein Arbeitskreis wurde gegründet. Im Februar 2014 stimmte die Bezirksvertretung Lindenthal dann dem Antrag zu. Mittlerweile gibt es im Kernarbeitskreis etwa 15 Aktive, weitere sind willkommen.

Ein lebhafter Bericht zweier Ehrenfelder, die voller Begeisterung vom dortigen Tag des guten Lebens 2013 erzählten, stimmte ein auf die erste Mitmachrunde. Die souveräne Moderation von Rolf Schneidereit, der ebenfalls dem AK Sülz angehört, sorgte für ein zügiges Zusammenfinden. Alle, die zu einem Straßenzug, einer Kreuzung oder einem Platz etwas machen wollen, setzen sich zusammen und fassten ihre Ideen auf einem großen Papier zusammen. Dabei gab es schon erste Diskussionen. Zum Beispiel zwischen den Befürwortern eines für Kinder abgesperrten Bereichs auf dem Auerbachplatz und Leuten, die darauf aufmerksam machten, dass manche Leute ein Auto dringend brauchen und für einen Dialog aller Interessen eintraten. An einem anderen Tisch trafen Leute, die komplette Fahrradstraßen befürworteten auf Vertreter, die auf die Nachteile für die Geschäftsleute durch eine solche Regelung aufmerksam machten. Allenthalben ginge es auf jeden Fall rege zu und nach etwa 45 Minuten hatte jeder Tisch viele Ideen gesammelt.

In der zweiten Runde ging es dann um einzelne Themen wie Logistik und Organisation, Kultur, Grün, Freiraum, Öffentlichkeitsarbeit, Mobilisierung und anderes mehr. Zu jedem Thema gab es einen Tisch und eine Vertreterin oder einen Vertreter des AK Sülz, der die Vorschläge der am Thema Interessierten aufnahm. Deutlich wurde, dass es auf das Engagement vieler ankommen wird. Vor allem müssen Menschen gefunden werden, die sich als Ansprechpartner für einen Straßenteil, einen Platz oder eine Kreuzung zur Verfügung stellen, damit die Mitglieder des AK Sülz überall ihre festen Kontaktpersonen haben. Ebenso wurde klar, dass viele organisatorische Hürden zu nehmen sind, wie etwa der Ersatz für den fehlenden Parkraum, die Finanzierung der Straßensperrungen etc. Außerdem steht auch die Idee im Raum, auf der gesperrten Berrenrather Straße Platz zu schaffen für Aktionen von Initiativen und Organisationen zum Thema Freiraum/Gemeinschaftsraum.

Wie im Flug ging der dreistündige Nachmittag gegen 17.30 Uhr zu Ende, nachdem alle gemeinsam blitzschnell die Aula wieder aufgeräumt hatten.

Die Ergebnisse des ersten Nachbarschaftstreffens werden allen, die ihre E-Mail-Adresse hinterlassen haben, mitgeteilt. Fest steht schon der Termin des nächsten Nachbarschaftstreffens: 26. April 2014 von 14 bis 18 Uhr. Der Ort wird noch mitgeteilt, auch hier bei suelz-koeln.de.

Dorothee Mennicken

Comments

One Response to “Tag des guten Lebens: Etwa 130 Sülzer kamen zum ersten Nachbarschaftstreffen”

  1. Zweites Nachbarschaftstreffen - suelz-koeln.de
    April 21st, 2014 @ 09:38

    […] erste Nachbarschaftstreffen — suelz-koeln.de berichtete — war ein schöner Erfolg: So viele Nachbarinnen und Nachbarn waren da und haben einen […]

Sage uns Deine Meinung

You must be logged in to post a comment.

  • Ausschreibung bis 31.8.2015

  • Kooperationspartner

    KLARTEXT Dorothee Menniken für kommunikative Projekte

  • Bürgerschaftl. Engagement

     
  • Im Verbund mit suelz-koeln.de

  • 1118 weitere Sülzseiten